Jeder der ein motorisiertes Fahrzeug im Straßenverkehr bewegen will, muss "fahrtauglich und fahrtüchtig" sein. Dieser Begriff umfasst dabei zwei wesentliche Aspekte.
Man darf 
 

- aus gesundheitlichen Gründen nicht so eingeschränkt sein, dass man grundsätzlich nicht fahren könnte (Fahrtauglichkeit) und 

- muss auch zum aktuellen Zeitpunkt in der Lage sein, das Fahrzeug zu beherrschen und den Verkehr zu überschauen (Fahrtüchtigkeit)

Während unter dem ersten Aspekt vor allem längerdauernde oder dauerhaft bestehende gesundheitliche Einschränkungen aufgrund von chronischen Krankheiten und Behinderungen gemeint sind, ist der zweite Aspekt dann von Bedeutung, wenn kurzdauernde Einschränkungen bestehen - einige Stunden, weil man ein Medikament genommen hat, das auf das Reaktionsvermögen oder die Wachheit wirkt, weil man einmal etwas zu viel getrunken hat, oder auch, wenn eine Verletzung gerade das sichere Autofahren unmöglich macht, etwa ein Beinbruch. Ist das akute Gesundheitsproblem vorbei, der Rausch ausgenüchtert etc. ist die Fahreignung wieder vorhanden.   
Es gibt nur etwa 7000 Ärzte mit verkehrsmedizinischer Ausbildung in Deutschland, doch ist die Beschäftigung mit verkehrsmedizinischen Fragestellungen, insbesondere unter dem Aspekt der Beratung der Patienten, aber auch der eigenen ärztlichen Verantwortlichkeit und Haftung, nicht an diese spezifische Ausbildung als Verkehrsmediziner gebunden. Vielmehr wird von den Gerichten von jedem Arzt soviel verkehrsmedizinisches Grundwissen gefordert, dass dieser in der Lage ist, den Patienten entsprechend seiner Einschränkungen und entsprechend der Effekte von Medikamenten zu beraten. Auch das Patientenrechtegesetz fordert die umfassende und angemessene Beratung des Patienten. 
 
Neben dem Problem der teilweise mangelhaften Kenntnisse verkehrsmedizinischer Zusammenhänge kommt auch noch die Schwierigkeit einer angemessenen Dokumentation zum Tragen. Denn nicht nur die Aufklärung über Erkrankungen und Medikationsfolgen in Bezug auf die Fahrtauglichkeit oder Fahrtüchtigkeit muss erfolgen, sondern dies muss auch noch nachvollziehbar dokumentiert werden. Ein Muster, wie eine solche Dokumentation aussehen könnte, finden Sie hier zu Downloaden (Checkliste Verkehrstüchtigkeit).

Kontakt

Bitte vereinbaren Sie einen Termin unter der Telefonnummer
040-533 0 738 25
oder per Email
gutachten (at) npz-hamburg.de
oder über unser Kontaktformular
Go to top
JSN Boot template designed by JoomlaShine.com