Grad der Behinderung

Verbesserung

Es kann sicher vorkommen, dass sich etwas verbessert. Aber dass der GdB durch Therapie verbessert wird, ist eher unwahrscheinlich – weder Psychotherapie noch Pharmako-therapie mit der Zielsymptomatik GdB sind zugelassen und bekannt. Also nicht so etwas wie „…mit der Begründung, dass der initial am 27.10.2011 festgestellte GdB von 50 sich durch Therapien „erheblich gebessert“ und…“ sondern dann – vielleicht etwas sperriger, aber richtig „…mit der Begründung, dass der Gesundheitszustand, der zum initial am 27.10.2011 festgestellten GdB von 50 geführt hatte, durch Therapien erheblich gebessert worden sei und…“. Damit wird deutlich, dass nicht der GdB behandelt wurde.

Prozent

Auch wenn wir allgemein immer mal von einem GdB von „x Prozent“ sprechen, so hat der Gesetzgeber doch die „Prozent-Angaben“ aus gutem Grund aus der Einstufungs-verordnung herausgenommen; das hat u.a. etwas damit zu tun, dass „Prozent“ eine mathematische Formulierung ist, die in diesem versorgungsmedizinischen Kontext nicht wirklich greift – jemand der einen GdB von 100 hat, ist ja nicht zu 100%, also VOLLSTÄNDIG UND UMFASSEND an allem gehindert. Somit ist in einem Gutachten auch nicht mit diesem Begriff zu spielen, es sei denn, es wird wörtlich zitiert und ist wichtig, also nicht „aus Behandlersicht resultierten aber weiterhin Einschränkungen entsprechend einem GdB von 50%“ sondern wenn das wirklich wichtig ist, dann „ aus Behandlersicht resultierten aber weiterhin Einschränkungen entsprechend einem „GdB von 50%“ “ - damit wird deutlich, dass das ein externes Zitat ist. Oder einfach die „%“ weglassen.

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