Fakten, Wahrnehmungen und Deutungen

Bei der Darstellung von „Kausalitäten“, die nur auf Erzählungen und Berichten Dritter, vor allem Gutachtenprobanden, beruhen, unbedingt den Zweifel anklingen lassen, wenn das auch nur zu einem kleinen Teil angebracht scheint. Das betrifft sicher nicht nachvollziehbare, neutral berichtete Ereignisse (etwa wenn für die Angabe, vom Vater vergewaltigt worden zu sein, entsprechende Belege wie Gerichtsurteile oder Arztberichte vorliegen), ist aber für so „weiche“ Angaben, wie „Unberechenbarkeit“ der Mutter oder „Emotionale Kälte“ unerlässlich – hier handelt es sich nicht ausreichend sicher um „Fakten“ sondern um „Wahrnehmungen und Deutungen“. Also nicht „Aufgrund der Unberechenbarkeit v.a. ihrer Mutter waren aber auch die größten Anstrengungen der Klägerin zum Scheitern verurteilt.“ sondern eher „aufgrund des Gefühls von Unberechenbarkeit bei der Mutter hatte die Klägerin den Eindruck, dass auch ihre größten Anstrengungen zum Scheitern verurteilt waren.“.

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