eindeutige Formulierungen

Beispiel 1

Ausnutzen der Möglichkeiten der deutschen Sprache mit all ihren Optionen, um wirklich auch klar zu machen, was gemeint ist. Zum Beispiel „Der gesundheitliche Verlauf innerhalb des 10jährigen Behandlungszeitraums bis Anfang 2014 wird als verschlechtert eingeschätzt“ – ein Verlauf verschlechtert sich nicht, sondern Befunde zu verschiedenen Zeiten sind im Vergleich verschlechtert, das macht ja erst den Verlauf aus. Also besser „im 10jährigen Behandlungszeitraum zeige der gesundheitlichen Verlauf sich verschlechternde Befunde“ oder (wenn ein Zitat) dann wirklich mit Anführungszeichen absetzen.

Beispiel 2

Die Probanden sind in der Regel nicht Mitarbeiter der behandelnden Ärzte oder des Gutachters, von daher ist die Formulierung „mitarbeiten“ zwar gängiger Slang, aber sinnvollerweise durch „mitwirken“ zu ersetzen (z.B. „ ... wie Herr B. mitarbeitete und sich regelmässig...“).

Beispiel 3

Keine Stummel ohne Anhang produzieren, etwa „Nach mehreren teil- und stationären Behandlungen gelang…“ – hier bleibt unklar, was an „teil-“ angehängt wird. Gemeint ist (irgendwie ahnt man das, aber es liest sich schlecht) „Nach mehreren teil- und vollstationären Behandlungen…“.

Beispiel 4

Als Zitat aus einem Arztbrief wird angegeben „Empfehlungen, sich einer Hysterektomie zu unterziehen sowie Laborkontrollen beim Hausarzt durchführen zu lassen, seien nicht erfolgt.“ – hier fragt sich der Leser, warum der Arztbriefschreiber wohl Empfehlungen nicht erfolgen lässt. Gemeint ist wahrscheinlich eher, dass den Empfehlungen nicht gefolgt wurde.

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